Kapellmeister und Obmänner ab 1945

Kapellmeister:                                                                                    Obmänner:

1945 - 1957    Schober Anton                                                             1945 - 1955     Fessl Ferdinand

1957               Hr. Herbst ( Mil.-Kpm.)                                               1955 - 1982     Feichtenschlager Anton.

1958 - 1963    Sattlecker Ferdinand                                                    1982 - 1983     Berer Hans

1963 - 1970    Frauscher Johann                                                         1984 - 1986     Kastinger Willi

1970 - 1982    Huber Franz sen.                                                          1986 - 2003     Frauscher Johann

1982 - 1987    Huber Johann                                                               2003 - 2009     Hofmann Josef

1987                Weber Johann                                                              2009 - 2015     Kastinger Robert

1987 - 1996    Kastinger Willi                                                             2015 - 2018     Kübler Erwin

1996 - 1999    Burgstaller Günter                                                        2018 -              Fessl Johann

1999 - 2015    Forstenpointner Reinhard

2015 -             Wilhelm Marlene

 

 

1909–1914

Gegründet 1909 aus einer Burschenschaft, der unter anderem Ferdinand Höfelsauer, Hammerer Michael, sowie Ferdinand und Anton Schober angehörten, durchlebte die "Saiga-Hanser-Burschenmusik" eine lebhafte Zeit.

Durch die Unterstützung von Pfarrer Schachinger und der Lehrerin Fr. Hubinger konnten die meisten Instrumente gekauft werden.

Da nichts auf der Welt umsonst ist, ging damals die Musik die Verpflichtung ein, bei kirchlichen Anlässen aufzuspielen. Dies ist wohl einer der am längsten bestehenden Verträge, denn auch heute noch ist der Musikverein gerne bei kirchlichen Festen vertreten.

An Gottes Segen ist es also nicht gelegen, als schon kurz nach der Gründung die ersten großen Probleme, welche sogar zur Spaltung des Vereines führten, auftraten.

Der kleine Ort St. Johann hatte also nun sogar 2 Kapellen. Für jeden Anlass eine: Die eine Gruppe um Ferdinand Höflsauer wurde zur "Tanzlmusi" und wurde bei Hochzeiten, Bällen und anderen lustigen Anlässen gerne gehört. Die andere Gruppe, welcher Hr. Janda ( ein Schuster aus Böhmen ) vorstand, war etwas "solider" und spielte bei den sonstigen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen auf.

Mit Beginn des 1. Weltkrieges lösten sich beide Kapellen gezwungener Maßen auf und die Probleme zwischen den Musikern, so groß sie auch waren, wurden mit einem Schlag wieder ganz, ganz klein im Angesicht des Krieges, denn dieser machte keinen Unterschied zwischen den Musikern und holte sich aus jeder Mitte seine Opfer.

1924–1945

Nachdem 1909 erstmals mitsammen musiziert wurde, so war es 1924, also vor 70 Jahren, das zweite mal, dass sich wieder Idealisten mit dem Sinn für Fröhlichkeit zu einer Kapelle formierten. Unter der Leitung des Lehrer Schwoigl wurde auch schon in den Zwischenkriegsjahren nicht nur im Ort, sondern auch in den Nachbargemeinden groß aufgespielt. So wurde zum Beispiel mit dem Leiterwagen nach Aspach oder mit dem Fahrrad nach Friedburg gefahren wo ein Musikfest oder Wertungsspiel nicht eine Sache auf ein paar Stunden, sondern oft von früh am Morgen bis spät in die Nacht hinein dauerte.

In diesen Jahren formierte sich neben der Ortsmusik auch wieder eine zweite Musikgruppe, welche als "Kuibecker-Musi" weithin als eine ausgezeichnete "Tanzlmusi" bekannt war.

Auf den Lehrer Schwoigl folgte der Lehrer Denk als Kapellmeister. Diesem wiederum Anton Schober und Pfarrer Schobesberger.

Und wieder war es der Krieg, der alles veränderte.

Der 2. Weltkrieg war schon greifbar nahe, als sich die zwei doch gelegentlich rivalisierenden "Saiga-Hanser" Kapellen einigten und nun gemeinsam aufspielten.

Der Krieg forderte wieder seine Opfer. Natürlich nicht nur in St. Johann.

Maria Schmolln, Höhnhart und St. Johann mußten, um spielfähig zu sein gemeinsam, leider allzuoft, bei traurigen Anlässen ausrücken.


1945–1994

Dem Holzknecht Anton Schober ist es zu verdanken, daß aus den Trümmern des Krieges wieder eine Kapelle zu musizieren begann. Anton Schober war von 1945–1957 Kapellmeister und ein ausgezeichneter Notenschreiber. Oft bis spät in die Nacht saß er über den Stimmen, die er auch für so manche Nachbarskapelle wie gedruckt transponierte, korrigierte und komponierte.

Der Fortschritt war nicht mehr aufzuhalten

Als der Frächter Bachleitner Sepp, der auch mit Leib und Seele Musikant war, seinen ersten Lastwagen kaufte, waren für den Musikverein die Ausrückungen quer durchs Innviertel zum Kinderspiel geworden. Am Samstag noch eine Fuhre Schotter oder Holz, so wurde oft am Sonntag eine andere " schwere Fuhre " geladen und zum nächsten Musikfest gebracht.

In den folgenden Jahren waren so manche Höhen und Tiefen zu überwinden. Tiefen, wie sie überall, in jedem Verein wo Menschen mit verschiedenen Charakteren und Einstellungen zusammen sind, auftauchen, die aber doch eines verbindet: Die Freude an der Musik und am gemeinsamen musizieren.